Berberin und Curcumin sind vielversprechend bei der Reduzierung der IBS-Symptome: Neue Studienergebnisse

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Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Kombination von Berberin- und Curcumin-Ergänzungsmitteln die Symptome des Reizdarmsyndroms (IBS) deutlich reduzieren kann. Forscher in Belgien beobachteten eine etwa 50 %ige Verbesserung der Bauchbeschwerden, Blähungen und der allgemeinen Lebensqualität bei IBS-Patienten, die zwei Monate lang täglich die beiden Verbindungen einnahmen. Dies deutet auf eine potenziell wirksame Alternative oder Ergänzung zu Standardmedikamenten gegen Reizdarmsyndrom hin.

Wie die Studie durchgeführt wurde

Das Forschungsteam analysierte Daten von 146 IBS-Patienten, die über Hausärzte und Apotheken rekrutiert wurden. Die Teilnehmer wurden sorgfältig untersucht, um Personen mit entzündlichen Darmerkrankungen (IBD), Darmkrebs, Zöliakie oder anderen Verdauungsstörungen auszuschließen, die die Ergebnisse verfälschen könnten. Die Studie teilte die Teilnehmer in zwei Gruppen auf: Eine setzte die Standardmedikation fort, während die andere zweimal täglich ein Nahrungsergänzungsmittel mit 200 mg Berberin und 49 mg Curcumin hinzufügte.

Die Forscher verfolgten während des zweimonatigen Versuchszeitraums die Symptomveränderungen und die Stuhlkonsistenz. Die Gruppe mit Nahrungsergänzungsmitteln berichtete von erheblichen Verbesserungen: Fast zwei Drittel konnten ihre Abhängigkeit von herkömmlichen Medikamenten reduzieren oder ganz aufgeben. Bei einem kleinen Prozentsatz (7 %) traten leichte Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Bauchschmerzen auf.

Warum Berberin und Curcumin wirken können

Berberin, das in Pflanzen wie Berberitze vorkommt, und Curcumin, der Wirkstoff in Kurkuma, werden in der traditionellen Medizin seit langem bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Moderne Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sie wirken könnten, indem sie das Darmmikrobiom verändern und Entzündungen reduzieren, zwei Schlüsselfaktoren bei Reizdarmsyndrom.

Insbesondere kann Berberin die Verdauung unterstützen, während Curcumin zur Stärkung der Darmschleimhaut beitragen könnte. Während Tierversuche diese Wirkungen bestätigt haben, sind Versuche am Menschen noch begrenzt.

Der Bedarf an weiterer Forschung

Die Ergebnisse der Studie sind ermutigend, Experten betonen jedoch die Notwendigkeit einer fundierteren Forschung. Wie Lexi Moriarty, eine registrierte Ernährungsberaterin, betont, bleiben langfristige Auswirkungen unbekannt und eine randomisierte, placebokontrollierte Studie würde die Beweise stärken. Das Reizdarmsyndrom ist oft chronisch, daher muss die anhaltende Wirksamkeit beurteilt werden.

Sollten Sie Berberin und Curcumin ausprobieren?

Obwohl diese Nahrungsergänzungsmittel vielversprechend sind, sollten Sie vor der Einnahme einen Arzt konsultieren. Es bestehen mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln – beispielsweise könnte die Kombination von Curcumin mit Antidepressiva oder Antibiotika die Nebenwirkungen verstärken. Ein Arzt kann Ihnen dabei helfen, festzustellen, ob diese Verbindungen für Ihre Situation geeignet sind, und Ihnen die beste Dosierung und Marke empfehlen.

Die vorläufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass Berberin und Curcumin ein wertvolles Hilfsmittel bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms sein könnten. Weitere Untersuchungen sind jedoch von entscheidender Bedeutung, um die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit zu bestätigen.