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Die Morbus Crohn-Ausschlussdiät: Ein neuer Ansatz für die Darmgesundheit

Morbus Crohn, eine chronisch entzündliche Erkrankung des Verdauungstrakts, ist nicht heilbar, aber durch diätetische Maßnahmen können die Symptome deutlich gelindert werden. Dazu gehört die Morbus Crohn-Ausschlussdiät (CDED), ein strukturierter Ernährungsplan, der Vollwertkost mit zusätzlicher flüssiger Nahrung kombiniert. Diese Diät zielt darauf ab, sowohl die unmittelbaren Beschwerden als auch die zugrunde liegende Entzündung, die die Krankheit auslöst, zu bekämpfen.

Wie das CDED funktioniert

Das CDED konzentriert sich auf die Entfernung von Nahrungsmitteln, die in der westlichen Ernährung häufig vorkommen und zu Darmentzündungen beitragen. Auf diese Weise soll das Darmmikrobiom – die große Gemeinschaft von Bakterien und anderen Mikroben im Verdauungssystem – wieder ins Gleichgewicht gebracht und die Darmbarriere gestärkt werden. Eine gesunde Darmschleimhaut ist entscheidend für die ordnungsgemäße Nährstoffaufnahme und die Immunfunktion.

Laut Laura Manning, RD, klinischer Ernährungsmanagerin am Mount Sinai Hospital, „kombiniert das CDED die Vorteile flüssiger Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln und liefert so optimalen Treibstoff für nützliche Darmbakterien. Wenn sich das Mikrobiom in ein gesünderes Gleichgewicht verschiebt, nehmen Entzündungen ab.“

Wer kann von CDED profitieren?

Die Diät wird am häufigsten bei Kindern und Erwachsenen mit leichtem bis mittelschwerem Morbus Crohn angewendet, insbesondere während aktiver Schübe. Studien zeigen, dass CDED in Kombination mit partieller enteraler Ernährung (PEN) – Ernährungsshakes – bei 55–77 % der Teilnehmer eine Remission auslösen kann.

Für Kinder bietet das CDED eine Alternative zu härteren Medikamenten wie Steroiden oder restriktiver, reiner Flüssigkeitsdiät. Es hilft ihnen, Nährstoffe für ein gesundes Wachstum und eine gesunde Entwicklung aufzunehmen. Untersuchungen legen nahe, dass CDED mit PEN besser vertragen wird als eine rein flüssige Diät und gleichzeitig ähnliche Remissionsraten innerhalb von sechs Wochen erreicht werden. Wichtig ist, dass Studien darauf hinweisen, dass die Auswirkungen langfristig anhalten können.

Während die Daten zu Erwachsenen weniger umfangreich sind, zeigen vorläufige Studien eine ähnliche Wirksamkeit mit Remissionsraten von 68–69 % in kleinen Studien. Größere, randomisierte kontrollierte Studien sind im Gange, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

Umsetzung des CDED: Struktur und Phasen

Das CDED folgt einer dreiphasigen Struktur:

  1. Einschränkung (6 Wochen): Verzicht auf entzündungsfördernde Nahrungsmittel, um den Darmstress zu reduzieren.
  2. Wiedereinführung (6 Wochen): Nach und nach wieder Nahrungsmittel hinzufügen, um Auslöser zu identifizieren.
  3. Wartung: Ein weniger restriktiver langfristiger Plan, der auf der individuellen Toleranz basiert.

Wichtige Überlegungen

Aufgrund seines restriktiven Charakters sollte das CDED unter Anleitung eines registrierten Ernährungsberaters und eines Gastroenterologen umgesetzt werden. Die strenge Struktur der Diät kann in manchen Fällen zu Essstörungen führen.

Brittany Rogers, RDN, betont die Bedeutung professioneller Unterstützung: „Das CDED ist strukturiert, lässt aber Flexibilität zu. Es ist wichtig, mit Experten zusammenzuarbeiten und während des gesamten Prozesses Selbstmitgefühl zu üben.“

Zusammenfassend bietet die Morbus Crohn-Ausschlussdiät einen vielversprechenden Ernährungsansatz für die Behandlung von leichtem bis mittelschwerem Morbus Crohn. Durch den Ausgleich von Vollwertkost und flüssiger Nahrung werden Entzündungen bekämpft, die Darmgesundheit wiederhergestellt und eine Remission herbeigeführt. Für eine sichere und effektive Umsetzung ist jedoch eine professionelle Anleitung von entscheidender Bedeutung.

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