Lebkuchen: Wie es Blutzucker und Verdauung beeinflusst

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Lebkuchen, ein Grundnahrungsmittel für die Feiertage, ist nicht die schlechteste Wahl für Ihren Körper, aber es ist auch kein gesundes Lebensmittel. Seine Wirkung auf Blutzucker und Verdauung ist moderat und wird sowohl durch seine Inhaltsstoffe als auch durch die enthaltenen Gewürze beeinflusst. Wenn Sie diese Wirkungen verstehen, können Sie diese Leckerei ohne unnötige Sorgen genießen.

Blutzuckerreaktion

Lebkuchen enthalten typischerweise Weizenmehl und Melasse, die schnell zerfallen und zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckers führen. Sein glykämischer Index (GI) liegt bei etwa 66, was ihn als hochglykämisch einstuft – ähnlich wie Zuckerkekse (GI von 70), aber höher als Fudge (GI von 49).

Allerdings können die Gewürze im Lebkuchen – insbesondere Ingwer und Zimt – diesen Effekt etwas abmildern. Studien deuten darauf hin, dass Zimt die Insulinsensitivität verbessern kann und Ingwer Antioxidantien enthält, die mit einer besseren Blutzuckerkontrolle bei Menschen mit Typ-2-Diabetes verbunden sind. Obwohl diese Gewürze die Auswirkungen des Zuckers nicht beseitigen, machen sie Lebkuchen zu einer sanfteren Option als einige andere Desserts.

Auswirkungen auf die Verdauung

Lebkuchen hat im Allgemeinen einen hohen Anteil an Kohlenhydraten und Fett sowie wenig Ballaststoffe und Eiweiß. Dadurch wird es schnell verdaut und hält nicht lange satt. Sein geringer Ballaststoffgehalt trägt auch nicht zur normalen Verdauung bei.

Dennoch bieten die Gewürze einige verdauungsfördernde Vorteile. Es ist bekannt, dass Ingwer die Magenentleerung unterstützt und Blähungen reduziert, während Zimt und Nelken Blähungen und Beschwerden lindern können. Einige Untersuchungen deuten sogar darauf hin, dass Zimt dazu beitragen könnte, Rückfälle entzündlicher Darmerkrankungen zu verhindern, indem er die Darmbarriere stärkt.

Für diejenigen, die nach Süßigkeiten zu Blähungen oder Verdauungsstörungen neigen, ist Lebkuchen möglicherweise magenschonender als reichhaltigere, butterartige Desserts.

Lebkuchen vs. andere Leckereien

Im Vergleich zu stark gefrosteten Keksen oder reinen Zuckerbonbons enthält Lebkuchen in der Regel weniger Fett und enthält Gewürze, die die Verdauung unterstützen. Die Kombination mit Protein – wie einem Glas Milch – kann die Zuckeraufnahme weiter verlangsamen. Auch die Portionskontrolle ist wichtig.

Letztendlich kann es störender sein, sich zu viel Gedanken über die „perfekte“ Essensauswahl zu machen, als Lebkuchen in Maßen zu genießen. Beim Essen, insbesondere an den Feiertagen, sollte es ebenso um Genuss wie um Ernährung gehen.

Fazit: Lebkuchen ist kein gesundes Lebensmittel, aber es ist nicht der schlechteste Genuss. Genießen Sie es mit Bedacht und lassen Sie sich nicht von Schuldgefühlen verderben.