Olivenöl übertrifft Kokosnussöl für die Herzgesundheit, wissenschaftlich belegt

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Für Verbraucher, die auf der Suche nach den gesündesten Fetten sind, erweist sich Olivenöl stets als die bessere Wahl gegenüber Kokosnussöl, vor allem aufgrund seines günstigeren Fettsäureprofils und der gut dokumentierten kardiovaskulären Vorteile. Während beide Öle gewisse gesundheitliche Vorteile bieten, tendiert der wissenschaftliche Konsens stark zu Olivenöl, wenn es um den Schutz des Herzens geht.

Der Fettabbau: Warum ungesättigte Fettsäuren wichtig sind

Ein direkter Vergleich der Nährwerte offenbart den entscheidenden Unterschied: Beide Öle enthalten ungefähr den gleichen Gesamtfettgehalt (rund 13,5 Gramm pro Portion), ihr Verhältnis von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren weicht jedoch deutlich voneinander ab. Kokosnussöl enthält über 80 % gesättigtes Fett (etwa 11,2 Gramm pro Portion), während Olivenöl überwiegend einfach ungesättigt ist (fast 10 Gramm pro Portion) und nur wenig gesättigtes Fett (unter 2 Gramm).

Dieser Unterschied ist entscheidend : Eine hohe Aufnahme gesättigter Fette erhöht das LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin) und erhöht das Risiko für die Bildung von arteriellem Plaque, Herzerkrankungen und Schlaganfall. Der Ersatz gesättigter Fette durch ungesättigte Fette wie die in Olivenöl trägt zur Senkung des LDL-Werts bei und unterstützt die Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Die Polyphenolkraft von Olivenöl

Über seine Fettzusammensetzung hinaus enthält Olivenöl Polyphenole : starke Antioxidantien und entzündungshemmende Verbindungen. Untersuchungen, darunter eine Studie aus dem Jahr 2025, zeigen, dass natives Olivenöl extra den Blutdruck senken, Blutgerinnseln vorbeugen und Arterienplaque reduzieren kann. Diese Effekte werden Polyphenolen wie Hydroxytyrosol und Oleuropein sowie der reichlich vorhandenen Ölsäure, einer einfach ungesättigten Fettsäure, zugeschrieben.

Die begrenzten Vorteile von Kokosnussöl

Kokosöl bietet einige Vorteile. Es kann das HDL („gute“) Cholesterin erhöhen, allerdings wird dieser Effekt durch seine LDL-steigernden Eigenschaften überschattet. Es enthält außerdem Antioxidantien wie Laurinsäure und MCTs (mittelkettige Triglyceride), die eine schnelle Energiequelle darstellen können.

Allerdings überwiegen diese Vorteile nicht die Risiken, die mit einer hohen Aufnahme gesättigter Fettsäuren verbunden sind. Die Wirkung von MCTs auf die Energie gilt nicht nur für Kokosnussöl, und andere Quellen können ähnliche Vorteile ohne kardiovaskuläre Nachteile bieten.

Das Urteil: Olivenöl priorisieren

Obwohl Kokosnussöl nicht grundsätzlich „schlecht“ ist, ist es aufgrund seines hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren für diejenigen, die Wert auf die Herzgesundheit legen, weniger wünschenswert als Olivenöl. Olivenöl anstelle von Kokosnussöl zu wählen, ist ein einfacher, wissenschaftlich fundierter Schritt hin zu einer gesünderen Ernährung. Die Beweise sind eindeutig: Die ungesättigten Fette und Polyphenolverbindungen von Olivenöl bieten einen hervorragenden Herz-Kreislauf-Schutz.