Додому Без рубрики Intelligente Unterwäsche: Wissenschaftler verfolgen, wie oft Menschen furzen, um die Darmgesundheit zu...

Intelligente Unterwäsche: Wissenschaftler verfolgen, wie oft Menschen furzen, um die Darmgesundheit zu verstehen

Forscher nutzen hochtechnologische „Smart-Unterwäsche“, um Blähungen im Alltag objektiv zu messen und zeigen, dass ein durchschnittlicher gesunder Erwachsener 32 Mal am Tag Blähungen ausstößt. Dies ist deutlich höher als frühere Schätzungen von rund 14 Mal, die auf ungenauen Selbstangaben oder invasiven medizinischen Eingriffen beruhten.

Warum genaues Furzzählen wichtig ist

Die von Dr. Brantley Hall an der University of Maryland geleitete Studie zielt darauf ab, eine präzise „Blähungsbasislinie“ zu ermitteln, um den komplexen Zusammenhang zwischen Ernährung, Darmmikrobiomaktivität und Magen-Darm-Gesundheit besser zu verstehen. Bevor Sie abnormale Muster identifizieren, ist es wichtig, das Typische zu ermitteln.

So funktioniert die Smart-Unterwäsche

Das Gerät lässt sich an Standardunterwäsche befestigen und erkennt mithilfe von Sensoren tagsüber und nachts Wasserstoff und andere Gase bei Blähungen. Dies liefert kontinuierliche, objektive Daten – eine wesentliche Verbesserung gegenüber der Aufforderung zur Selbstauskunft oder der Verwendung klinischer Methoden wie Rektalsonden. Die aktuelle Studie testete das Gerät an 38 Erwachsenen, die präbiotische Ballaststoffe unter kontrollierten Bedingungen konsumierten.

Was verursacht Blähungen?

Furz entsteht durch verschluckte Luft und die Fermentation unverdauter Nahrung durch Darmbakterien. Lebensmittel mit hohem Ballaststoff-, Laktose-, Fruktose- oder fermentierbaren Kohlenhydratgehalt erhöhen die Gasproduktion. Die Menge an Gas variiert je nach Zusammensetzung des Mikrobioms einer Person; Manche Menschen produzieren von Natur aus mehr als andere.

Gas verfolgen, um die Darmgesundheit zu verstehen

Die Art und Menge des produzierten Gases bietet direkte Einblicke in die Art und Weise, wie das Darmmikrobiom Nahrung verarbeitet. Beispielsweise können hohe Methanwerte auf eine langsame Verdauung hinweisen, während ein erhöhter Wasserstoffgehalt auf eine Laktoseintoleranz oder eine Überwucherung von Dünndarmbakterien (SIBO) hinweisen könnte.

„Die Verfolgung der Gasproduktion gibt uns einen Einblick in die tatsächlichen Aktivitäten des Mikrobioms und nicht nur in die vorhandenen Mikroben“, erklärt Dr. Hall.

Stinkende Blähungen sind normalerweise normal und spiegeln die Ernährungsgewohnheiten wider. Übermäßige Blähungen in Kombination mit chronischem Durchfall, Blähungen oder Verstopfung erfordern jedoch ärztliche Hilfe.

Der menschliche Flatus-Atlas

Um die „Blähungsbasislinie“ zu verfeinern, startete Dr. Halls Team den Human Flatus Atlas, eine laufende Studie, bei der Smart-Unterwäsche verwendet wird, um Blähungsmuster bei Hunderten von Teilnehmern zu verfolgen. Das Projekt stieß unerwartet auf überwältigendes Interesse, mit über 3.000 Anmeldungen, während man nur 800 anstrebte. Die Forscher interessieren sich besonders für „Zen-Digester“ (diejenigen, die sich ballaststoffreich ernähren, aber wenig Blähungen haben) und „Wasserstoff-Hyperproduzenten“ (diejenigen, die übermäßig furzen).

Das Verständnis der Unterschiede zwischen diesen Gruppen könnte entscheidende Erkenntnisse darüber liefern, wie das Mikrobiom Ballaststoffe effizient verarbeitet. Das ultimative Ziel besteht darin, unser Verständnis der Darmgesundheit weit über das bloße Zählen von Fürzen hinaus zu erweitern.

Exit mobile version