Vaginale Hefepilzinfektionen: Symptome, Ursachen und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

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Vaginale Hefepilzinfektionen sind ein häufiges Problem, von dem viele Frauen irgendwann in ihrem Leben betroffen sind. Der Übeltäter ist in der Regel ein übermäßiges Wachstum des Pilzes Candida, der natürlicherweise in der Vagina lebt, sich aber unter bestimmten Bedingungen vermehren kann. Obwohl diese Infektionen oft unangenehm sind, sind sie in der Regel behandelbar.

Was verursacht Hefepilzinfektionen?

Candida -Arten, insbesondere Candida albicans, kommen in den meisten Vaginas vor. Ein Ungleichgewicht kann jedoch zu einer Infektion führen. Dies kann aufgrund von Faktoren wie den folgenden passieren:

  • Hormonale Veränderungen: Eine Schwangerschaft erhöht das Risiko, da der Östrogenspiegel steigt und eine zuckerreiche Umgebung für das Gedeihen von Candida entsteht.
  • Antibiotika: Diese Medikamente töten neben schädlichen auch nützliche Bakterien ab und stören so das vaginale Mikrobiom.
  • Geschwächtes Immunsystem: Erkrankungen wie HIV oder unkontrollierter Diabetes können dazu führen, dass Infektionen häufiger und schwerwiegender werden.
  • Enge Kleidung oder mangelnde Hygiene: Diese können Feuchtigkeit einschließen und das Pilzwachstum fördern.

Bis zu 20 % der Frauen tragen Candida ohne Symptome in sich, während der Schwangerschaft sind es jedoch bis zu 30 %. Das bedeutet, dass eine Kolonisierung nicht immer gleichbedeutend mit einer Infektion ist.

Erkennen der Symptome

Die Symptome variieren, aber häufige Anzeichen sind:

  • Starker Juckreiz: Besonders im Bereich der Vulva (äußerer Genitalbereich).
  • Brennendes Gefühl: Häufig beim Wasserlassen oder beim Sex.
  • Dicker Ausfluss: Typischerweise weiß, grau oder gelblich und ähnelt Hüttenkäse. Möglicherweise hat es keinen starken Geruch.
  • Rötung und Schwellung der Vulva. In schweren Fällen können Risse oder Risse auftreten.

Wichtiger Hinweis: Ein fischiger Geruch deutet normalerweise eher auf eine bakterielle Infektion (bakterielle Vaginose) als auf Hefe hin.

Verschiedene Arten von Candida

Ärzte kategorisieren Infektionen anhand der beteiligten Candida -Spezies:

  • Candida albicans : Der häufigste Typ, der normalerweise auf rezeptfreie Antimykotika anspricht.
  • Candida glabrata und andere Nicht-Albicans-Arten: Diese können schwerwiegendere, wiederkehrende Infektionen verursachen, die Standardbehandlungen widerstehen. Candida auris, ein neuerer Stamm, stellt aufgrund seiner schnellen Ausbreitung ein Gesundheitsrisiko dar.

Komplizierte Infektionen und Risikofaktoren

Einige Hefepilzinfektionen gelten als „kompliziert“, da sie schwieriger zu behandeln sind. Dies ist wahrscheinlicher, wenn Sie:

  • innerhalb eines Jahres vier oder mehr Infektionen hatten.
  • Sind schwanger.
  • Diabetes schlecht behandelt haben.
  • Sie haben ein geschwächtes Immunsystem.

Komplizierte Infektionen erfordern möglicherweise verschreibungspflichtige Medikamente oder längere Behandlungszyklen.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Obwohl eine Selbstbehandlung manchmal möglich ist, konsultieren Sie einen Arzt, wenn:

  • Dies ist Ihr erster Verdacht auf eine Infektion.
  • Die Symptome bessern sich durch eine rezeptfreie Behandlung nicht.
  • Sie ungewöhnliche Symptome verspüren (starke Schmerzen, wunde Stellen oder unterschiedlicher Ausfluss).
  • Sie vermuten eine andere Erkrankung wie Herpes, bakterielle Vaginose oder eine sexuell übertragbare Infektion.

Andere Erkrankungen können Hefeinfektionen imitieren, daher ist die richtige Diagnose von entscheidender Bedeutung. Dazu gehören Vaginalatrophie (Verdünnung des Vaginalgewebes) und Lichen ruber (eine entzündliche Hauterkrankung).

Prävention und Management

Zur Erhaltung der Vaginalgesundheit gehören:

  • Gute Hygiene: Sanftes Waschen mit milder Seife. Vermeiden Sie Duschen, da diese das natürliche Mikrobiom stören.
  • Locker sitzende Kleidung: Ermöglicht Luftzirkulation.
  • Probiotika: Kann dabei helfen, ein gesundes Bakteriengleichgewicht wiederherzustellen, obwohl es noch immer neue Beweise dafür gibt.

Wenn Sie anfällig für Infektionen sind, besprechen Sie vorbeugende Maßnahmen mit Ihrem Arzt.

Schlussfolgerung

Vaginale Hefepilzinfektionen sind weit verbreitet, aber wenn Sie die Symptome und Ursachen kennen, können Sie sich angemessen behandeln lassen. Während viele Fälle leicht zu behandeln sind, kann das Ignorieren anhaltender oder schwerer Infektionen zu Komplikationen führen. Wenn Sie unsicher oder besorgt sind, ist ein medizinisches Fachpersonal die beste Quelle für Diagnose und Behandlung.