Додому Без рубрики RSV-Impfstoff: Schutz für Säuglinge, Senioren und Schwangere

RSV-Impfstoff: Schutz für Säuglinge, Senioren und Schwangere

RSV-Impfstoff: Schutz für Säuglinge, Senioren und Schwangere

Das Respiratory Syncytial Virus (RSV) ist eine häufige saisonale Erkrankung, die Nase, Rachen und Lunge befällt. Während RSV normalerweise mild ist, kann es schwerwiegend – sogar tödlich – sein, insbesondere bei Säuglingen und älteren Erwachsenen. Jahrzehntelang suchten Wissenschaftler nach einer Möglichkeit, schwere RSV-Erkrankungen zu verhindern, und mittlerweile stehen mehrere Impfstoffe zur Verfügung. Dieser Leitfaden erklärt, wer sich impfen lassen sollte, wie die Impfstoffe wirken und was Sie wissen müssen.

Die RSV-Bedrohung verstehen

RSV ist ein anhaltendes Problem, das jedes Jahr saisonale Ausbrüche verursacht. Das Virus stellt das höchste Risiko für zwei Schlüsselgruppen dar: Säuglinge unter sechs Monaten (deren Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist) und Senioren mit geschwächtem Immunsystem. In den letzten Jahren ist die Zahl der RSV-Infektionen sprunghaft angestiegen, was Krankenhäuser überfordert und zu einem Vorstoß für umfassendere Impfungen geführt hat.

Das zugrunde liegende Problem ist nicht nur das Virus selbst, sondern auch die demografische Entwicklung. Alternde Bevölkerungen und zunehmende Raten chronischer Erkrankungen führen dazu, dass mehr Menschen anfällig für schwere RSV-Komplikationen sind. Aus diesem Grund hat die Entwicklung wirksamer Impfstoffe für die Gesundheitsbehörden höchste Priorität.

Drei Impfoptionen: Wie sie funktionieren

Nach jahrelanger Forschung wurden in den USA drei RSV-Impfstoffe zugelassen:

  • Arexvy (GSK): Der erste von der FDA zugelassene RSV-Impfstoff, der eine inaktivierte Version des viralen Proteins in Kombination mit einem immunstärkenden Inhaltsstoff (Adjuvans) verwendet.
  • Abrysvo (Pfizer): Dieser Impfstoff nutzt ebenfalls das virale Protein, benötigt aber kein Adjuvans. Insbesondere schützt es vor beiden RSV-Subtypen (A und B).
  • mRESVIA (Moderna): Im Gegensatz zu den anderen nutzt dieser Impfstoff die mRNA-Technologie – der gleiche Ansatz wie bei einigen COVID-19-Impfstoffen –, um dem Körper beizubringen, wie er das Virus bekämpfen soll.

Alle drei Impfstoffe zielen auf das Präfusionsprotein (preF) des Virus ab, das ihm die Bindung an menschliche Zellen ermöglicht. Durch die Blockierung dieses Proteins wird eine Infektion verhindert.

Wer sollte sich impfen lassen?

Das CDC empfiehlt die RSV-Impfung für diese Gruppen:

  • Erwachsene ab 75 Jahren: Ein altersbedingter Immunschwund erhöht das Risiko schwerer RSV-Komplikationen, einschließlich Krankenhausaufenthalt und Tod.
  • Erwachsene zwischen 50 und 74 Jahren mit Vorerkrankungen: Personen mit chronischer Lungenerkrankung, Herzerkrankung, Nierenproblemen, Diabetes oder geschwächtem Immunsystem haben ein höheres Risiko.
  • Schwangere (Woche 32–36): Der Abrysvo-Impfstoff kann Neugeborene schützen, indem er Antikörper von der Mutter auf das Baby überträgt und so in den ersten sechs gefährdeten Lebensmonaten für Immunität sorgt.

Für Säuglinge, die zu jung für eine direkte Impfung sind, bietet eine Behandlung mit monoklonalen Antikörpern namens Beyfortus oder Enflonsia sofortigen, vorübergehenden Schutz.

Zeitpunkt und Dauer des Schutzes

Das CDC rät älteren Erwachsenen, sich im Spätsommer oder Frühherbst impfen zu lassen, bevor die RSV-Saison beginnt. Aktuelle Empfehlungen deuten darauf hin, dass der Impfstoff mindestens ein Jahr lang Schutz bietet, es sind jedoch weitere Untersuchungen im Gange, um die langfristige Immunität zu bestimmen.

Bei Schwangeren gewährleistet die Impfung zwischen der 32. und 36. Woche, dass das Baby bei der Geburt geschützt ist.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Die FDA hat RSV-Impfstoffe auf der Grundlage klinischer Studiendaten als sicher und wirksam eingestuft. Bei einer kleinen Anzahl geimpfter Personen wurde jedoch über seltene neurologische Erkrankungen wie das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) berichtet.

Häufige Nebenwirkungen sind mild und vorübergehend:

  • Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Muskel- oder Gelenkschmerzen

Schwere allergische Reaktionen sind äußerst selten, aber möglich. Bei schwangeren Menschen besteht möglicherweise ein leicht erhöhtes Risiko für Frühgeburten oder Bluthochdruck, der Zusammenhang wird jedoch noch untersucht.

Kosten und Zugang

Die Kosten für die RSV-Impfung variieren je nach Versicherungsschutz. Medicare Teil D deckt die Impfung ab und die Selbstbeteiligung liegt zwischen 175 und 395 US-Dollar. Impfstoffe sind in den meisten Arztpraxen, Apotheken und örtlichen Gesundheitsämtern erhältlich.

Das Fazit

RSV-Impfstoffe bieten einen entscheidenden Schutz gegen schwere Atemwegserkrankungen in gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Da mehrere Optionen zur Verfügung stehen, empfiehlt die CDC älteren Erwachsenen nicht einen Impfstoff gegenüber einem anderen. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Impfungen heute eine zuverlässige Möglichkeit sind, Säuglinge, Senioren und Schwangere vor den schlimmsten Auswirkungen dieses häufigen, aber gefährlichen Virus zu schützen.

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