Wie Botox Hyperhidrose und stinkende Füße behandelt: Fakten und Einschränkungen

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Stinkende Füße sind selten ein Einzelfall. Sie beginnen meist mit Schweißfüßen, ein Zustand, der überraschend peinliche soziale Folgen haben kann. Auch wenn es sich möglicherweise nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt, deuten ständig feuchte Socken darauf hin, dass Sie möglicherweise an Hyperhidrose leiden. Dies ist die medizinische Bezeichnung für übermäßiges Schwitzen. Es handelt sich um einen echten physiologischen Zustand, nicht nur um schlechte Hygiene.

Botox ist eine der aggressiveren Methoden zur Behandlung.

Die Wirkungsweise von Botox gegen Schwitzen

Botox, kurz für Botulinumtoxin, ist bekannt für die Glättung von Gesichtsfalten. Es wirkt, indem es bestimmte Muskeln lähmt. Der gleiche Mechanismus gilt, wenn Dermatologen es zur Behandlung von Hyperhidrose einsetzen. Anstatt auf die Gesichtsmuskeln abzuzielen, blockiert die Injektion die Nerven, die den Schweißdrüsen signalisieren, überschüssige Feuchtigkeit zu produzieren.

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat Botox 2004 gegen starkes Schwitzen unter den Achseln zugelassen. Das war ein bedeutender Meilenstein. Seitdem setzen Dermatologen es auch in anderen Bereichen erfolgreich ein. Hände, Kopf und Gesicht sind häufige Behandlungsstellen. Auch Füße sind ein häufiges Ziel, auch wenn sich die FDA-Zulassung ursprünglich auf die Achselhöhlen konzentrierte.

Warum Füße stinken (und Hände normalerweise nicht)

Sie fragen sich vielleicht, warum Schweißfüße ein größeres Problem sind als Schweißhände. Sowohl Hände als auch Füße enthalten etwa 250.000 Schweißdrüsen. Die Lautstärke ist ähnlich. Der Unterschied liegt darin, wo der Schweiß landet.

Stinkende Füße sind viel häufiger auf die Socken zurückzuführen. Die Füße sind in dunklen, warmen Schuhen gefangen. Die Hände sind meist der Luft ausgesetzt. Wenn Schweiß Ihre Schuhe und Socken feucht macht, beginnen sich darin eingeschlossene Bakterien zu ernähren. Schweiß selbst riecht eigentlich nicht. Es ist das Nebenprodukt dieses Bakterienfests, das den Geruch erzeugt. Die Bakterien scheiden eine organische Säure aus. Diese Säure verströmt diesen verräterischen, unangenehmen Geruch.

Die Behandlungskosten

Botox-Spritzen gegen Hyperhidrose sind nicht schmerzlos. Das Verfahren umfasst mehrere Injektionen in den betroffenen Bereich. Es kann mehr als eine Behandlungssitzung dauern, bis Sie signifikante Ergebnisse erzielen.

Geduld ist gefragt. Selbst wenn die Behandlung funktioniert, sind die Ergebnisse vorübergehend. Sie müssen den Vorgang etwa alle vier Monate wiederholen. Die Wirkung lässt nach, wenn die Nervenblockaden verschwinden.

Das Risiko von Nebenwirkungen von Botox bei Hyperhidrose ist im Allgemeinen minimal, obwohl der Eingriff nicht ohne Beschwerden ist.

Erste Schritte zur Diagnose

Bevor wir direkt zu den Injektionen übergehen, gibt es einen notwendigen vorbereitenden Schritt. Sie benötigen einen Termin bei einem Dermatologen. Dabei geht es nicht nur darum, ein Rezept zu bekommen.

Ein Arzt muss eine Hyperhidrose diagnostizieren. Sie müssen außerdem sicherstellen, dass das Schwitzen und der Geruch keine Symptome einer anderen Grunderkrankung sind. Sobald die Diagnose bestätigt ist, können Sie die verfügbaren Optionen besprechen. Botox ist eines davon. Es ist nicht das einzige und möglicherweise nicht das erste, das empfohlen wird.

Wenn Sie mit übermäßigem Schwitzen zu kämpfen haben, ist es hilfreich, die Mechanismen zu verstehen. Schweiß stinkt nicht. Bakterien tun es. Und obwohl Botox das Signal zum Schwitzen zum Schweigen bringen kann, handelt es sich dabei um eine wiederkehrende Wartungsaufgabe und nicht um eine dauerhafte Heilung. Die Suche nach einer dauerhaften Lösung geht weiter, doch vorerst bleibt der Vier-Monats-Zyklus der Standard.