Wie Empfängnisverhütung und Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten tatsächlich zusammenarbeiten

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Lassen Sie uns gleich zu Beginn mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen. Antibabypillen stoppen sexuell übertragbare Krankheiten nicht. Ein IUP auch nicht. Auch kein Patch. Diese Methoden sind für eine bestimmte biologische Aufgabe konzipiert: die Verhinderung einer Schwangerschaft. Sie schützen absolut nicht vor HIV, Chlamydien, Gonorrhoe, Syphilis oder Herpes.

Das ist nicht nur ein Detail. Es handelt sich um eine Sicherheitslücke, die viele Menschen verwundbar macht. Wenn Sie sich ausschließlich auf hormonelle Verhütungsmittel verlassen, um gesund zu bleiben, lassen Sie eine große Tür offen. Die Lösung ist in der Theorie einfach, in der Praxis jedoch oft chaotisch. Sie benötigen einen Barriereschutz. Kondome. Kondome aus Latex oder Polyurethan. Sie sind die einzige Verhütungsmethode, die einen doppelten Schutz bietet.

Die Mechanismen des doppelten Schutzes

Warum blockieren Verhütungsmittel keine sexuell übertragbaren Krankheiten? Es kommt darauf an, wie sie funktionieren. Hormonelle Methoden verändern Ihren Zyklus oder verdicken den Zervixschleim, um zu verhindern, dass Spermien auf eine Eizelle treffen. Dies geschieht im Inneren des Körpers. Geschlechtskrankheiten werden durch Hautkontakt oder den Austausch von Körperflüssigkeiten übertragen. Diese Krankheitserreger existieren außerhalb des Fortpflanzungstrakts, auf der Hautoberfläche oder in Flüssigkeiten, die durch hormonelle Veränderungen nicht neutralisiert werden.

Barrieremethoden wie Kondome sind die einzigen Verhütungsmittel, die das Risiko einer Ansteckung mit den meisten sexuell übertragbaren Infektionen deutlich reduzieren.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil viel auf dem Spiel steht. Unbehandelte sexuell übertragbare Krankheiten können zu entzündlichen Erkrankungen des Beckens führen, die chronische Schmerzen und Unfruchtbarkeit verursachen. Wenn HIV nicht bekämpft wird, schädigt es das Immunsystem. Hepatitis B kann Leberschäden verursachen. Die Folgen sind real und langfristig.

Welches Verhütungsmittel bietet welchen Schutz?

Lassen Sie uns aufschlüsseln, was jede gängige Methode tatsächlich bewirkt. Dabei geht es nicht darum, sie als „Beste“ oder „Schlechteste“ einzustufen. Es geht um die Genauigkeit hinsichtlich ihres Schutzumfangs.

  • Die Pille: 100 % unwirksam gegen sexuell übertragbare Krankheiten. 91-99 % wirksam bei der Verhinderung einer Schwangerschaft bei typischer Anwendung.
  • Das IUP (Hormon oder Kupfer): 0 % wirksam gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Über 99 % wirksam bei der Verhinderung einer Schwangerschaft.
  • Der Patch: 0 % wirksam gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Ähnliche Wirksamkeit wie die Pille zur Schwangerschaftsverhütung.
  • The Shot: 0 % wirksam gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Bei rechtzeitiger Verabreichung hochwirksam gegen Schwangerschaften.
  • Latexkondome: Hochwirksam gegen durch Flüssigkeiten übertragene sexuell übertragbare Krankheiten (HIV, Gonorrhoe, Chlamydien). Weniger wirksam gegen sexuell übertragbare Krankheiten (Herpes, HPV), da sie nicht die gesamte Genitalhaut bedecken.
  • Dental Dams: Hochwirksam gegen sexuell übertragbare Krankheiten beim Oralsex. Verhindern Sie eine Schwangerschaft nicht.

Beachten Sie das Muster. Die Methoden mit den höchsten Schwangerschaftsschutzraten bieten keinen STD-Schutz. Die Methoden mit STD-Schutz (Kondome) weisen bei falscher Anwendung höhere Ausfallraten bei der Schwangerschaftsverhütung auf. Aus diesem Grund ist „doppelter Schutz“ die Standardempfehlung von Gesundheitsorganisationen weltweit.

Warum verzichten Menschen auf das Kondom?

Normalerweise liegt es nicht daran, dass es den Leuten egal ist. Es ist komplexer. Hormonelle Verhütungsmittel beseitigen die körperliche Unterbrechung des Geschlechtsverkehrs. Kondome erfordern einen zusätzlichen Schritt. Sie können die Empfindung verringern. Sie können brechen. Sie erfordern eine konsequente und korrekte Anwendung. Viele Menschen empfinden dies als umständlich. Einige Partner weigern sich, sie zu tragen, mit der Begründung