Sie können Gewichte heben, bis Ihre Arme zittern. Sie können die Verbrennung durchdrücken. Doch irgendwie lässt es jemand anderes im Fitnessstudio einfach aussehen. Es geht nicht nur um Mut. Es ist Biologie.
Sportler sind nicht nur gebaut. Sie werden mit einem genetischen Vorsprung geboren. Dieser Vorsprung hängt davon ab, wie ihre Muskeln verdrahtet sind. Konkret geht es um die Mischung aus schnell kontrahierenden und langsam kontrahierenden Fasern im Fleisch ihres Körpers.
Diese beiden Fasertypen erfüllen völlig unterschiedliche Aufgaben.
Schnell kontrahierende Fasern sind explosiv. Sie ziehen sich schnell zusammen. Sie erzeugen in kurzen Stößen enorme Kraft. Sie werden mit anaerober Energie betrieben, was bedeutet, dass sie zum Feuern keinen Sauerstoff benötigen. Deshalb verlassen sich Sprinter auf sie. Sie sind auf Geschwindigkeit und Kraft ausgelegt, nicht auf Langlebigkeit.
Langsam kontrahierende Fasern sind das Gegenteil. Sie sind die Ausdauerspezialisten. Sie entwickeln langsam Kraft, können aber stundenlang anhalten. Sie verfügen über eine hohe aerobe Kapazität, d. h. sie nutzen Sauerstoff effizient. Marathonläufer sind vollgestopft mit diesen Fasern. Sie sind für die Langfristigkeit gebaut.
Die meisten von uns liegen irgendwo in der Mitte. Eine gleichmäßige Verteilung beider Arten. Was in Ordnung ist. Es sei denn, Sie versuchen, ein olympischer Sprinter zu werden. Dann ist es ein Problem.
Ihre Gene entscheiden maßgeblich über Ihre Startaufstellung. Du kannst dir deine Eltern nicht aussuchen. Sie können Ihre DNA nicht umschreiben.
Hier ist die härtere Wahrheit. Wir wissen immer noch nicht genau, ob Training dieses Verhältnis ändern kann. Kann man langsam zuckende Fasern in schnell zuckende Fasern umwandeln? Oder umgekehrt? Die Wissenschaft ist unklar. Es könnte möglich sein. Möglicherweise nicht.
Was wir über Krafttraining wissen, ist klarer. Wenn Sie Gewichte heben, springen oder statische Positionen halten, betreiben Sie Krafttraining. Das primäre Ziel ist Hypertrophie. Das ist nur ein schickes Wort für die Vergrößerung bestehender Muskelfasern.
Der Mechanismus ist einfach. Sie fügen mehr Protein hinzu. Sie verringern die Geschwindigkeit, mit der Ihr Körper vorhandene Proteine abbaut. Dadurch werden kontraktile Proteine und die für Stoffwechselreaktionen benötigten Enzyme aufgebaut. Die Faser wird dicker. Es wird stärker.
Es stellt sich auch die Frage der Hyperplasie. Dies ist die Idee, dass Training die Anzahl der Muskelfasern erhöht. Nicht nur ihre Größe. Die Wissenschaft hier ist unklar. Ist es möglich? Vielleicht. Aber es ist nicht bewiesen.
Was passiert also, wenn man größer wird?
Die Kraft steigt. Macht folgt. Kraft ist nur schnell angewandte Kraft.
Aber Ausdauer ist anders. Sie können sich nicht einfach in die Marathonbereitschaft hocharbeiten. Sie benötigen eine verbesserte Herz-Kreislauf-Leistung. Sie benötigen eine Ernährungsumstellung. Sie müssen Herz und Lunge im Spiel halten.
Krafttraining baut den Motor auf. Es vergrößert die Zylinder. Es steigert die Leistung. Die Kraftstoffleitung wird dadurch jedoch nicht repariert.
Wenn Sie mehr schnell zuckende Fasern haben, werden Sie möglicherweise nie eine Meile unter vier Minuten laufen. Wenn Ihre Muskelzucken hauptsächlich langsam sind, werden Sie im Fitnessstudio vielleicht nie die schwerste Hantel heben. Du bleibst bei dem, was dir gegeben wurde.
Die gute Nachricht ist, dass Sie immer noch stärker werden können. Sie können immer noch schneller werden. Sie müssen nur mit den Karten arbeiten, die Ihnen ausgeteilt wurden. Die Verteilung der Fasertypen ist ein Ausgangspunkt. Kein Satz.
Ist es frustrierend? Ja.
Ist es unfair? Wahrscheinlich.
Tut















